Facebook  

   

Twitter  

   

Jetzt Spenden  

   

Online einkaufen  

Unterstützen Sie uns mit
Ihrem Online-Einkauf
ohne Extrakosten
   

Anmelden  

   

Hoch- oder Tiefstapeln in Bewerbungen?

Bewerbung - Hoch- oder Tiefstapeln?

Motiviert und interessiert, das richtige Outfit, nur keine falschen Fragen. Bewerbungsgespräche gehören für die meisten Menschen zu den weniger angenehmen Situationen im Leben. Und daran sind nicht nur Nervosität und Anspannung Schuld. Die wenigsten von uns mögen es, sich wie ein Produkt vermarkten zu müssen. Schwächen lieber ausblenden, stattdessen Stärken in den Vordergrund rücken. Doch wie flexibel und zielstrebig bin ich wirklich, werden sich vielleicht schon einige beim Anschreiben fragen. Ist es nicht vielmehr peinlich als selbstbewusst, sich als die perfekte Besetzung zu verkaufen? Und wie wahrscheinlich ist es, dass man der perfekte Kandidat auch wirklich ist? Gibt es nicht immer jemanden, der ein kleines bisschen besser (geeignet) ist als man selbst? Jemand, der ein Auslandssemester in China statt in Frankreich gemacht hat, drei statt zwei Jahre Berufserfahrung mit sich bringt und die allerneuste statt die neuste Software beherrscht.

Lügen haben kurze Beine - lieber nicht schummeln!

Zählen Schummeleien im Bewerbungsprozess sicherlich zu den Dingen, die man besser vermeiden sollte (manche Firmen engagieren mittlerweile Detektive, um Hochstapler zu identifizieren), so ist auch von zu viel falscher Bescheidenheit abzuraten. Denn wer fürchtet, einen arroganten Eindruck bei seinem Gegenüber hinterlassen zu können, und daher zum Tiefstapeln neigt, hat in der Regel ebenso schlechte Karten wie sein engagiertes und übermotiviertes Gegenstück. So unangenehm es den meisten auch ist, sich anzupreisen, so wichtig ist es doch sich selbstbewusst im Bewerbungsgespräch zu präsentieren. Experten raten Bewerbern dazu, schon im Anschreiben deutlich zu machen, welche Fähigkeiten für die ausgeschriebene Stelle qualifizieren. Doch nicht nur die eigene Qualifikation gilt es deutlich zu machen, wichtig ist es insbesondere auch, herauszustellen, inwiefern die eigenen Fähigkeiten gewinnbringend für das Unternehmen eingesetzt werden können. Eine Herausforderung? Ja! Doch mit ein wenig Vorbereitung ist diese leicht zu stemmen. Schon ein ausführlicher Blick auf die Website des Unternehmens kann helfen, um mehr über Unternehmensziele und -kultur zu erfahren. Und hier kann dann auch gleich im Bewerbungsgespräch gepunktet werden. Denn nicht wenige Bewerber sind überfordert, wenn es darum geht, dem Personaler/ der Personalerin Fragen zu stellen. Doch auch die Frage nach dem Gehalt ist in den Augen der meisten Personaler längst kein No-Go mehr. Wer sich diese dennoch lieber für ein zweites Gespräch aufheben möchte, kann auch auf weniger sensible Themen umsteigen (Voraussetzung: man weiß sicher, dass ein weiteres Gespräch stattfinden wird). So ist die Frage nach dem Werdegang anderer Kollegen ebenso wie die nach den eigenen Aufstiegs- und Entwicklungsmöglichkeiten erlaubt. Auch beliebt, Fragen nach den Kollegen oder dem Abteilungsleiter (sofern dieser beim Bewerbungsgespräch nicht anwesend ist). Wer seine Kollegen kennenlernen möchte, signalisiert nicht nur Interesse, auch können so bereits erste Kontakte am Arbeitsplatz geknüpft werden.

Dieser Artikel ist ein Gastbeitrag von Springest. Er wurde geschrieben von Luisa Solms.